Stolpersteine in der Skalitzer Str. 131

DS/1347/IV Mündliche Anfrage

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Ist dem Bezirksamt bekannt, dass die für Julia und Moritz Katz am 26. April 2014 in
der Skalitzer Str. 131 (vor der Mevlana-Moschee) verlegten Stolpersteine bereits in
der Nacht nach der Verlegung entwendet wurden?

Ja, es ist dem BA bekannt, da Martin Düspohl selbst das Verschwinden der Stolpersteine am Morgen des 27. April 2014 bemerkt hat.

2. Ist dem Bezirksamt bekannt, warum die geplante Erneuerung der Stolpersteine abgesagt wurde?

Die Stolpersteine sollten zunächst am 7. August 2014 von Gunter Demnig erneut verlegt werden. Das Friedrichshain-Kreuzberg Museum wollte mit Unterstützung von KIgA (Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus) mit der Neuverlegung dieser Stolpersteine ein Zeichen setzen gegen Antisemitismus und Antiislamismus. Man wollte im Kiez ansässige Vereine und Initiativen ansprechen und als Mitveranstalter für diese gemeinsame Aktion gewinnen, außerdem Pressearbeit machen.

Und es sollte ein Gespräch mit dem Vorstand der Mevlana-Moschee geführt werden.
Aufgrund von Arbeitsüberlastung und der Sommerferien war es jedoch nicht möglich, diese geplanten Vorhaben bis zum 7. August durchzuführen, weshalb man sich für eine Verschiebung der Verlegung auf den 15. Oktober 2014 (nächste Stolperstein-Verlegung mit Gunter Demnig) entschieden hat. Die Stolpersteine wurden bereits hergestellt und befinden sich im Friedrichshain-Kreuzberg Museum.

3. Was hat das Bezirksamt in dieser Angelegenheit bisher unternommen?

Das BA befindet sich zusammen mit KIgA in den Vorbereitungen für die Stolpersteinverlegung und eine Begleitveranstaltung am 15. Oktober.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Borkamp
Bezirksstadträtin

Friedrichshain-Kreuzberg, den 24.09.2014
Bündnis 90/Die Grünen
Fragestellerin: Fadime Topac

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