Ein Platz für Maria von Maltzan

Der auch Bullenwinkel genannte kleine Platz am westlichen Ende des Naunynstraße wird nach Maria Gräfin von Maltzan benannt. Damit ehrt der Bezirk eine mutige, unangepasste und nicht nur während der Naziherrschaft widerständige Frau, die vielen Kreuzberger*innen noch in lebhafter Erinnerung sein dürfte. Maria Gräfin von Maltzan kommt 1909 auf Schloss Militsch bei Breslau zur Welt. Trotz familiärer Widerstände macht sie

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Ein Platz für Rio Reiser? – Die Entscheidung steht an

Die Bezirksverordnetenversammlung lädt die Bürger*innen von Friedrichshain-Kreuzberg ein zu entscheiden, wie Rio Reiser in und durch unseren Bezirk geehrt werden soll. „Kein Platz für uns in den Wäldern / kein Platz für uns auf dem Feld / kein Platz für uns auf der Mondsichel / kein Platz bis ans Ende der Welt // Kein Platz für uns in den Bergen

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Künstler*innen und Gewerbetreibende in der Muskauer 24 von Verdrängung bedroht

„Man braucht doch nur an die Mietgesetzgebung in der Bundesrepublik denken – was ist das anderes als Klassenkampf?“ hat der Dramatiker Heiner Müller einmal gefragt. Nun scheinen die beiden Gewerbehöfe in der Muskauer Straße 24, in den er seine letzten Arbeiten verfasste, selbst Opfer dieses Klassenkampfs, der Verdrängung durch Kapital und neoliberales Denken zu werden. Mal ist es der Gemüsehändler

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Künstlerische Besetzung der Landsberger Allee 54

„Wird Besetzung wieder legal werden in Berlin?“ ist auf einem Zettel am wohl kleinsten, trotz dieser Frage illegalen und damit temporären Ausstellungsraum Berlins zu lesen, einem kleinen, roten Kubus vor den Mauern der ehemaligen Patzenhofer Brauerei in der Landsberger Allee 54. Es ist eine Besetzung mit Ansage: „Liebe Politiker und politisch Engagierte, vom 28.07.18-08.08.18 werden wir, LA 54, mit der

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Auf dem Trockenen

Kein Schwimmbad mehr für die Bewohner*innen von Friedrichshain-Kreuzberg, Schüler*innen auf Bustour geschickt und Schwimmvereine vor dem Aus. Ein leider nicht unrealistisches Szenario. Eigentlich undenkbar, dass eine Großstadt ihren  fast 300.000 Einwohner*innen  und  insbesondere den Schüler*innen und den in Vereinen organisierten Wassersportler*innen keine Möglichkeit bietet, sich mal ins Wasser zu stürzen, in Ruhe ihre  Bahnen im kühlen Nass zu ziehen oder

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Der FriXfonds: Kohle für die Kunst

25.000 Euro standen zur Verfügung bei der ersten Vergaberunde des FriXfonds, des neuen Fonds für künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum in Friedrichhain-Kreuzberg. 102 Bewerbungen mit einem Förderbedarf von 931.821,94 Euro gab es. Sechs Projekte wurden nun von der unabhängigen Jury ausgewählt. Am Anfang stand ein „unmoralisches“ Angebot: 50.000 Euro für die Kunst und Kultur im Bezirk, angeboten von zwei Immobilienunternehmen,

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Schwerlastverkehr raus aus dem Boxhagener Kiez

In einem Antrag von Bündnis 90/Die Grünen wird das Bezirksamt beauftragt, für das Gebiet um den Boxhagener Platz, die Gärtnerstraße und das gesamte Gebiet zwischen Frankfurter Allee, Warschauer Straße, Gürtelstraße und Revaler Straße ein Konzept zur Verkehrsberuhigung zu entwickeln und umzusetzen. Zunächst soll hierzu ein Verkehrsgutachten erstellt werden, mit dem geklärt werden soll: Welche verkehrsrechtlichen und baulichen Maßnahmen können ergriffen

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Senat gewährt in der Rigaer Baurecht nach § 34

Enttäuschung und Wut im Friedrichshainer Nordkiez: Hatten die Stadtplaner*innen von Bündnis 90/Die Grünen hier im Bezirk doch auf eine grundlegende Änderung in der Politik des Senats gehofft, was Baugenehmigungen nach § 34 betrifft, die Investor*innen ermöglicht, ohne Bebauungsplan, ohne Bürger*innenbeteiligung und ohne Beteiligung des Bezirks ihre Projekte durchzuziehen, sehen sich alle Beteiligten nun gerade beim umstrittenen Bauprojekt der CG-Gruppe in

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SozioKultur auf dem RAW wird zur Genossenschaft

Es tut sich was auf dem RAW-Gelände. Nein, es rollen keine Bagger, kreisen keine Kräne. Die über 70 Projekte, die als Nutzer*innen und Mieter*innen im sogenannten „soziokulturellen L“ unter anderem Kunst und Kultur produzieren, Theater inszenieren, Konzerte und Partys veranstalten, Skateboards rollen sowie Kletterer*innen klettern lassen, planen die Gründung einer „Projektentwicklungsgenossenschaft RAW Kultur L“, um all das endgültig abzusichern. Diese

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Berlin baut Bildung – bildungspolitische Revolution oder Papiertiger?

Ende Februar 2017 wurden die Empfehlungen der Facharbeitsgruppe Schulraumqualität veröffentlicht. Und was da zu lesen ist nicht nur spannend, sondern käme bei einer Umsetzung einer kleinen bildungspolitischen Revolution gleich. Pädagogik durch Architektur ermöglichen, so könnte man zusammenfassen, was in diesen Empfehlungen angeregt wird.„Schulbau hat immer pädagogische Wirkungen. Schulbauten können Lernprozesse befördern oder behindern. Schulbauten sind immer auch ein in Beton

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