Ein Ort für das Asisi-Mauer-Panorama in Friedrichshain-Kreuzberg

DS/1645/IV Antrag

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Bezirksverordnetenversammlung spricht sich dafür aus, das Asisi-Mauer-Panorama zum geteilten Berlin als wichtigen Beitrag zum Gedenken und zur lebendigen Geschichtsvermittlung auf Dauer zu erhalten. Da das Asisi-Mauer-Panorama durch die Darstellung eines Mauerabschnitts in der Kreuzberger Sebastianstraße in besonderer Weise dazu beiträgt, gerade das Leben mit der Mauer in dem durch diese entscheidend geprägten Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zu dokumentieren und lebendig erfahrbar
zu machen, sieht die Bezirksverordnetenversammlung unseren Bezirk hier in besonderer Weise in der Pflicht und fordert, dass dem Asisi Panorama zum geteilten Berlin ein bleibender Ort im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg zur Verfügung gestellt wird und zwar möglichst in SO 36, in jedem Fall aber auf einem Grundstück in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Grenz- bzw. Mauerverlaufs.

Das Bezirksamt wird beauftragt zu prüfen, ob es geeignete Grundstücke gibt, die sich im Besitz des Bezirks befinden oder auf die er Zugriff hat. Sollte dies nicht der Fall sein, wird das Bezirksamt beauftragt, den Wunsch der Bezirksverordnetenversammlung an den Senat weiterzuleiten, sich mit den zuständigen Senatsverwaltungen ins Benehmen zu setzen und gemeinsam mit diesen nach geeigneten Standorten im Besitz des Landes Berlin zu suchen.

Begründung:

Die Errichtung der Berliner Mauer 1961 und der Fall der Mauer 1989 waren dramatische Ereignisse. Was darüber oftmals vergessen wird, ist die Tatsache, dass die Mauer für die Berliner*innen und insbesondere für diejenigen, die direkt neben ihr wohnten, Teil des alltäglichen Lebens gewesen ist. Genau dies bildet Yadegar Asisi mit seinem Mauerpanorama ab und stellt damit einen wichtigen Aspekt des Gedenkens an die Berliner Mauer dar.

Das Panorama beschreibt einen ganz gewöhnlichen Tag im November, irgendwann in den 1980er Jahren in der Kreuzberger Sebastianstraße, nicht weit entfernt vom Oranienplatz. Was also läge näher als diesem einzigartigen Gedenkort, sollte er seinen jetzigen Standort am Checkpoint Charlie verlassen müssen, möglichst am authentischen Platz eine neue Heimat zu schaffen.

Friedrichshain-Kreuzberg, den 21.04.2015
Bündnis 90 Die Grünen/SPD/DIE LINKE
Antragsteller*innen: Werner Heck/Sebastian Forck/Regine Sommer-Wetter

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