Feldversuch „Graefekiez ohne Parkplätze“ – FAQ & aktuelle Informationen

Am 27. April 2022 haben wir im Xhainer Bezirksparlament den Antrag gestellt im Graefekiez zusammen mit dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) einen Feldversuch zur Neugestaltung des öffentlichen Raums durchzuführen. Hierfür sollen über Zeitraum von sechs bis zwölf Monaten sollen im Gebiet des Graefekiez keine privaten PKWs im öffentlichen Raum abgestellt werden. Die Straßen im Kiez sollen als Spielstraßen ausgewiesen werden.

Auf dieser Seite informieren wir über den weiteren Ablauf des Projekts Feldversuch „Graefekiez ohne Parkplätze“ und beantworten häufig gestellte Fragen (FAQ – Frequently Asked Questions).

Wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie und an: fraktion(at)gruene-xhain.de. Häufig gestellte Fragen werden ebenfalls in die FAQs aufgenommen. Die Seite sowie die FAQs werden regelmäßig aktualisiert.

Welche Gebiete sind in den Feldversuch „Graefekiez ohne Parkplätze“ einbezogen?2022-09-23T08:47:57+02:00

Der Feldversuch soll nach dem bisherigen Planungsstand die folgenden Straßen (ganz oder teilweise) umfassen: Graefestraße, Dieffenbachstraße, Böckhstraße, Grimmstraße, Lachmannstraße, Müllenhofstraße, Boppstraße und Schönleinstraße.

Untenstehend finden Sie eine Karte der geplanten Gebiete:

Kann ich während des Feldversuches mit dem Auto durch den Graefekiez fahren?2022-09-22T11:32:03+02:00

Ja, das Befahren des Graefekiez‘ auch während des Feldversuches ist weiterhin erlaubt. Auch kurzfristiges Halten (z.B. zum Be- und Entladen) ist möglich.

Wo finde ich den genauen Antrag im Wortlaut?2022-09-22T11:33:52+02:00
Ich bin mobilitätseingeschränkt. Kann ich trotzdem mit dem Auto während des Feldversuches im Graefekiez parken?2022-09-22T11:29:45+02:00

Ja, Parkplätze für Menschen mit Behinderung sind während des Feldversuchs vom Parkverbot ausgenommen.

Ich bin Anwohnende*r. Wo kann ich meine privaten PKW während des Feldversuches parken?2022-09-22T11:11:32+02:00

Das Parken außerhalb des vom Feldversuch betroffenen Bereiches ist weiterhin möglich. Innerhalb des Bereiches bleiben Parkplätze für Menschen mit Beeinträchtigungen erhalten, ebenso Parkmöglichkeiten für Carsharing auf markierten Flächen. Anwohner*innen können ihre Fahrzeuge auch in umliegenden Parkhäusern, beispielsweise am Hermannplatz, abstellen.

Wann wird der Feldversuch umgesetzt? Wie sehen die nächsten Schritte aus?2022-09-22T11:10:32+02:00

Unser Antrag, mit dem das Bezirksamt zusammen mit dem WZB zur Umsetzung beauftragt wurde, ist am 29.Juni 2022 vom Bezirksparament beschlossen worden. Die weitere Umsetzung liegt nun beim Bezirksamt. Um Anwohnende in die Umsetzung mit einzubeziehen und auf verschiedene Bedürfnisse eingehen zu können, wird es vor der Umsetzung mehrere Infoveranstaltungen und Beteiligungsformate geben. Die Termine dazu werden wir auf dieser Seite veröffentlichen.

Mit einem Beginn des Feldversuches wird aktuell frühestens im Frühling/Sommer 2023 gerechnet.

Wie sehen die Anwohnenden das Projekt?2022-09-22T11:30:58+02:00

In einer repräsentativen Erhebung des WZB im Bezirk vom Juni 2021 hatten sich rund zwei Drittel der Befragten im Bezirk prinzipiell für solche Maßnahmen ausgesprochen. Insgesamt bewerteten knapp 80 Prozent aller Befragten die Reduktion von PKW-Stellplätzen zugunsten von anderen Nutzungen positiv. Rund 30 Prozent fanden das Szenario sogar „äußert positiv“ und 27 Prozent bewerten es als „positiv“. Die komplette Umwandlung von Stellflächen bewertete eine deutliche Mehrheit von knapp 70 Prozent der Befragten in beiden Stadtteilen positiv. Der Anteil derer, die die Umgestaltung als „äußerst positiv“ bewerten, lag in Kreuzberg mit 35 Prozent. Rund 20 Prozent bewerten das Szenario als „positiv“, während rund 15 Prozent es „eher positiv“ fanden.

Ich will mein Auto abschaffen. Wie unterstützt ihr mich dabei?2022-09-22T11:31:09+02:00

Glückwunsch! Damit leisten Sie einen Beitrag zur Mobilitätswende und helfen in Ihrer Nachbarschaft (Frei-)raum für Neues zu schaffen. Außerdem sparen Sie durch die Nutzung von Alternativen, wie Sharing-Pkws, Lastenrad, Fahrrad, ÖPNV statistisch nun bares Geld gegenüber der Haltung eines eigenen PKWs.

Neben bereits genutzten Sharing-Optionen sind im Graefekiez weitere 25 Stellflächen für Fahrzeuge sowie 20 Plätze für E-Fahrzeuge an den bereits installierten Ladesäulen im Kiez geplant. Zudem soll es ein zusätzliches Angebot für Mieträder und Mietlastenräder geben.

Ich bin Lieferant*in. Wie sieht es mit Ladezonen aus?2022-09-23T08:49:19+02:00

Kurzfristiges Halten (z.B. zum Be- und Entladen) sowie Zu- und Anlieferungen sind grundsätzlich auch während des Versuchs weiterhin möglich. Verbesserungen für einen sicheren Lieferverkehr sind ein Ziel des Versuchs. 

Warum macht ihr das?2022-09-22T11:33:00+02:00

Wir sind davon überzeugt, dass eine gerechtere und sicherere Aufteilung des öffentlichen Raums möglich ist. Friedrichshain-Kreuzberg ist ein dichtbesiedelter Bezirk. Jeder Quadratmeter ist hier kostbar – egal, ob für Wohnraum, Parks, Kitas, Spielplätze oder Grünflächen. Parkende Autos blockieren allein in unserem Bezirk eine Fläche von über 500.000 Quadratmeter. Das ist mehr als die Gesamtfläche des Volksparks Friedrichshain. Raum, der uns allen gehört. Außerdem: Der Verkehrssektor ist der drittgrößte Verursacher von Treibhausgasen – 96 Prozent davon stammt aus dem Straßenverkehr. Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen wir handeln. Wir wollen klimafreundliche Mobilität fördern und Anreize schaffen, auf Alternativen jenseits des privaten PKWs umzusteigen. Laut WZB lassen bisherige Untersuchungen vermuten, dass in Friedrichshain-Kreuzberg die überwiegende Mehrzahl der abgestellten Fahrzeuge als reine „Mobilitätsreserve“ genutzt wird. Das heißt, sie sind entbehrlich, wenn für spontane sowie auch für eine geplante Nutzung Fahrzeuge in unmittelbarer Nähe verfügbar sind. Diese Alternativen wollen wir aufzeigen und fördern.

Und drittens: Der Versuch bringt Anwohnende viele Vorteile. Ob Schulweg- und Verkehrssicherheit, ein breiteres Angebot an Mobilitätsmöglichkeiten, mehr Raum für Parklets, Stadtgrün, Gewerbe und Gastronomie, verbesserte Bedingungen für Menschen mit Mobilitätseinschränkung sowie Wirtschafts- und Warenverkehr, höhere Luftqualität, ruhigere Straßen oder sicheres und zuverlässiges Parken. Durch den Feldversuch bekommt das Bezirksamt außerdem einen guten Einblick darüber, wie die Maßnahme angenommen wird und ob mögliche Vorurteile im Laufe der Zeit abgebaut werden können.

 

 

Von |2022-09-23T11:25:17+02:0023.09.2022|

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