Menschenrechte in Honduras – 3 Jahre nach dem Putsch

Gestern lud Dirk Behrendt zur Diskussion mit Bertha Cáceres, Preisträgerin des Shlalompreises 2012, mit anschließendem Pressegespräch.

Bertha Cáceres ist Mitbegründerin und Koordinatorin des Zivilen Rates der indigenen und Volksorganisationen von Honduras (COPINH). In Honduras ist sie für ihren Einsatz für indigene Rechte, der Stärkung der Frauen in den Gemeinden bekannt und kämpft für den Erhalt der natürlichen Ressourcen. Der diesjährige Shalompreis des Arbeitskreises für Gerechtigkeit und Frieden der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt wird an Bertha Cáceres und stellvertretend an COPINH verliehen.

Profit auf Kosten von Menschen und Natur

COPINH wehrt sich gegen kapitalintensive Bergbau- und Energiegroßprojekte auf indigenem Gemeindeland, die in den letzten Jahren ohne Genehmigung der betroffenen Gemeinden begonnen wurden bzw. geplant sind. Auf Landesebene ist COPINH seit dem zivil-militärischen Putsch im Jahre 2009 im Widerstand und deshalb verstärkt von Repressionen betroffen. Immer wieder kommt es zu Verhaftungen, Drohungen, tätlichen Übergriffen und Morden an Aktivisten und Aktivistinnen in den indigenen Gemeinden. Hinter den Angriffen stehen meist die honduranische Unternehmerschaft, Energiekonzerne und ihre internationalen Verbündeten.

Mehr Informationen zu der Situation in Honduras, der Arbeit von COPINH sowie Bertha Cáceres können sie der Pressemappe (s.u.) entnehmen.

Lesen Sie auch den Beitrag über die Menschenrechtslage in Honduras von Dirk Behrendt für die Zeitung der Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg, in dem er von seinen Eindrücken nach einer Delegationsreise berichtet.