“Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage” im Bezirk

 

DS/0198/IV

 

Mündliche Anfrage

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:
1. Wie viele Schulen des Bezirks sind Mitglied in dem Projekt “Schule ohne Rassismus”( SOR) und welche sind dies aktuell?
Nach Auskunft der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Schulaufsicht, haben im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg in der Zeit von Dezember 2004 bis Dezember 2011 folgende drei Schulen den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ als Mitglied in diesem Projekt, verliehen bekommen
1. Heinrich-Hertz-Schule (02Y03)

2. Dathe-Schule (02Y05)

3. Herrmann-Hesse-Schule (02Y08)
Weitere Informationen liegen der Schulaufsicht derzeit nicht vor.
2. Gibt es an Schulen, die nicht Mitglied in diesem Projekt sind, eine SOR-ähnliche Selbstverpflichtung zu Projekttagen, die sich jährlich mit der Sensibilisierung gegen rassistische Haltungen befassen?
Nach Informationen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Schulaufsicht, befassen sich viele Schulen intensiv mit Themen in Bezug auf die Sensibilisierung gegen rassistische und auch andere nicht akzeptable Haltungen (sexistische, homophobe, Mobbing und Gewalt).
Zum Bespiel wurden seitens der regionalen Fortbildung in den letzten beiden Schuljahren verstärkt Angebote zu Diversity – Trainings realisiert. In der bezirklichen Arbeitsgruppe zur “Inklusion” in der regionalen Fortbildung werden stets Haltungsfragen thematisiert und Fortbildungsbedarfe eruiert, die anschließend umgesetzt werden.
Mit der Kooperation Schule – Jugend sind im Förderprogramm „Aktionsraum plus“ weitere Angebote zum Thema Diversity in Planung. 3. Sind dem Bezirksamt Hinweise bekannt, wie sich die Zugehörigkeit einer Schule zum Projekt SOR auf die Sensibilisierung von Lehrerinnen und Lehrern für die Thematik auswirkt? Die Zugehörigkeit zum Projekt SOR wird aus Schulleitungssicht als ausgesprochen positiv beschrieben.
Die Aufnahme der Haltungsfragen in die Schulprogrammarbeit und die schulische Leitzielentwicklung sowie die Selbstverpflichtungserklärungen führen zu offenen Kommunikationsverhältnissen bezüglich des Themas.
Auch kleine Verfehlungen werden thematisiert und in einem offenen Dialog wird seitens aller am Schulleben beteiligten Gruppen, hauptsächlich Schülerinnen und Schüler, Eltern und Pädagogen, stetig Bezug auf die Selbstverpflichtung genommen, so dass allmählich relativ gesichert Haltungsveränderungen im Kollegium sichtbar und gesichert werden.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. Peter Beckers
Fragesteller: Dr. Wolfgang Lenk

Bündnis 90/Die Grünen

Friedrichshain-Kreuzberg, den 25.04.2012