Silvio-Meier-Preis 2016 geht an zwei starke Frauen

Foto: Gabriele Senft, 2016

Zur Verleihung des Silvio-Meier-Preises für Engagement gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung an die Aktionskünstlerin Ute Donner und Aktivistin Irmela Mensah-Schramm, erklären Annika GEROLD und Julian SCHWARZE, Sprecher*innen der BVV-Fraktion in Friedrichshain-Kreuzberg (Bündnis 90/Die Grünen):

Die Preisträgerinnen setzen klare Zeichen gegen Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Diskriminierung

(Berlin, am 25. November 2016) „Wir gratulieren den beiden Preisträgerinnen ganz herzlich und freuen uns darüber, dass der erste Silvio-Meier-Preis an zwei außergewöhnliche Frauen geht, die sich in herausragender Weise gegen Rechtsextremismus, Rassismus, Ausgrenzung und Diskriminierung engagieren. Die Preisträgerinnen sind Vorbilder für den täglichen und unermüdlichen Einsatz für eine vielfältige und offene Gesellschaft. Der Silvio-Meier-Preis ermöglicht ein aktives Gedenken an den Namensgeber, indem er Menschen oder Projekte ehrt, die sich im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg aktiv gegen soziale Bevormundung, Entmündigung, Diskriminierung, soziale und kulturelle Ausgrenzung einsetzen. Mit der Verleihung bezieht der Bezirk klare Position gegen Rassismus und Ausgrenzung, und ermutigt zu einem aktivem, gewaltfreien Eintreten für Freiheit und politische und kulturelle Emanzipation.“

 

Zu den Preisträgerinnen:

Die Friedrichshainer Künstlerin Ute Donner widmet ihre Aktionen und Arbeiten den Themen Ausgrenzung und Rassismus. Sie hat sich etwa in besonderer Weise mit dem mehrmaligen Verschwinden der Gedenktafel für Silvio Meier im U-Bahnbereich Samariterstraße auseinandergesetzt.

Die Aktivistin Irmela Mensah-Schramm stellt sich seit 30 Jahren entschlossen gegen rechte Parolen im öffentlichen Raum, indem sie rassistische und antisemitische Aufkleber bzw. Graffitis dokumentiert und deren Hass-Botschaften beseitigt. Sie entfernte bislang mehr als 100.000 Hass-Sprüche und tausende Aufkleber.

Zum Hintergrund:

Der Preis trägt den Namen von Silvio Meier, eines leidenschaftlichen Kämpfers für Toleranz, Freiheit und politische Emanzipation, der als 27-jähriger am 21. November 1992 im U-Bahnhof Samariterstraße in Friedrichshain von Neonazis erstochen wurde.

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