13 Jahre danach: Bezirk beendet Posse um Radspuren in Skalitzer und Gitschiner Straße

(Berlin, 4. Oktober 2016) „Diese Posse zeigt deutlich, was in Berlin beim Thema Radverkehr in den letzten 13 Jahren nicht funktioniert hat und was in den nächsten Jahren dringend geändert werden muss. Es kann nicht sein, dass es in Berlin über 13 Jahre dauert bis Radstreifen angelegt werden können. Zuviele Behörden sind dabei beteiligt und verhindern, dass bereits genehmigte Projekte jahrelang nicht ausgeführt werden. Wenn wir Berlin fahrradfreundlicher machen wollen, dann müssen wir auch die entsprechenden Verwaltungsabläufe vereinfachen und beschleunigen. Wir haben beispielsweise bereits 2009 beantragt, die Kreuzung Blücher-/Zossenerstraße für den Radverkehr sicherer zu machen, doch die Umsetzung der Maßnahmen verzögert sich wegen der Verkehrslenkung Berlin (VLB) bis heute. Nochmal 13 Jahre auf Radstreifen zu warten, kann sich Berlin einfach nicht erlauben.“

 

Zu den Baumaßnahmen:

Die Schaffung der Anlagen von Fahrradschutzstreifen in der Skalitzer- und Gitschiner Straße zwischen Kottbusser Tor und Lindenstraße/Zossener Brücke wird in vier Bauabschnitten erfolgen. Voraussichtliche Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist der August 2018. Die Neubaumaßnahme umfasst eine grundlegende Neuorganisation des Verkehrsraumes. Die vorhandene Parkspur auf beiden Seiten der Gitschiner Straße – Skalitzer Straße wird aufgelöst und stattdessen wird dort der Schutzstreifen für die Radfahrenden angelegt. Als Ersatz für die Parkspur werden Parkplätze unterhalb des Viaduktes der U1 angelegt. Da die gesamte Mittelinsel aufgrund von Anprallschutzmaßnahmen für die Pfeiler des Viaduktes beidseitig im Mittel um 1,10 m verbreitert werden soll, wird unter dem Viadukt mittig ein Fahrsteifen gebaut, der als Zufahrt für die dortigen Parkplätze dient. Insgesamt entfallen ca. 300 Parkplätze auf der Parkspur. Dafür werden auf dem Mittelstreifen 152 Parkplätze geschaffen. Für den Kfz-Verkehr bleiben zwei Fahrstreifen je Richtungsfahrbahn erhalten.