Inklusion an Schulen des Bezirks

SA/199/IV Schriftliche Anfrage

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Wie ist der aktuelle Stand zur Einrichtung von Beratungs- und Betreuungszentren?

2. In welchen Bezirksregionen werden Beratungs- und Betreuungszentren eingerichtet?

3. Welche personelle und finanzielle Ausstattung erhalten die Beratungs- und Betreuungszentren?

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Außenstelle Friedrichshain-
Kreuzberg, plant die Einrichtung des BUZ in Verbindung mit der regionalen Fortbildung /WIB in der Adalbertstraße. Da die Finanzierung der Beratungs- und Betreuungszentren (bu und buw) noch nicht geklärt ist, soll hierzu nach der Sommerpause eine Arbeitsgruppe bei der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft unter Leitung des Staatssekretärs eingerichtet werden.

Bisher ist die Einrichtung eines BUZ in Neukölln bekannt. In den anderen Bezirken laufen
Planungen, die aber im Detail nicht bekannt sind. Die personelle Ausstattung erfolgt in der Zuständigkeit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft. Für die sachliche Ausstattung gibt es noch keine Zumessung für die Bezirke.

4. Welche Schulen sind als inklusive Schwerpunktschulen vorgesehen?

5. Nach welchen Kriterien wurden die inklusiven Schwerpunktschulen ausgewählt?

6. In welchem Umfang gibt es Netzwerke von Schulen hinsichtlich einer Inklusiven Beschulung?

Hierzu verweise ich auf die Ausführungen im bezirklichen Schulentwicklungsplan. Unter
dem Punkt „Bezirkliches Inklusionskonzept“ sind die ersten konzeptionellen Planungsideen benannt. Die Schulen, die dort aufgeführt sind, haben bereits Erfahrungen mit der Integration von Kindern mit Förderbedarfen in den Regelschulalltag und verfügen über einige Netzwerke und Kooperationspartner.

In der Senatsverwaltung für Bildung wird aktuell in einer Facharbeitsgruppe „Inklusion“ das Thema „Schwerpunktschule“ konzeptionell bearbeitet. In dieser Konzeption sollen die Kriterien zur Auswahl von Schwerpunktschulstandorten benannt werden. In dieser Fachgruppe ist auch das Schul- und Sportamt Friedrichshain-Kreuzberg vertreten.

7. Wie hat sich die Schüler*innenzahl an den sonderpädagogischen und inklusiven
Schulen in den letzten fünf Jahren verändert?

Im Jahr 2008 wurden 923 I-Kinder an Schulen beschult und 980 Schüler/innen an Förderzentren. Im Jahr 2013 gab es 1.434 I-Kinder an Schulen und 800 Schüler/innen an Förderzentren.

8. Welche Standortschließungen sind in den nächsten Jahren noch vorgesehen?

Planungen zu Standortschließungen bestehen aktuell nicht.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Peter Beckers

Friedrichshain-Kreuzberg, den 29.07.2014
Bündnis 90/Die Grünen
Fragesteller: Jutta Schmidt-Stanojevic

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