Sport: Soziale Teilhabe und Inklusion- mit und ohne Sportverein

Sport hat große Bedeutung für die soziale Integration und Inklusion besonders von Kindern und Jugendlichen. Wesentliche gesellschaftliche Werte werden vermittelt und spielerisch eingeübt: Toleranz und Respekt, Fairness und Hilfsbereitschaft. Mehr Bewegung trägt zur allgemeinen Gesundheit bei und steigert das Wohlbefinden, baut Stress ab und ist die beste Prävention gegen zahlreiche Krankheiten.

Immer mehr Menschen treiben Sport ohne Mitglied in einem Verein zu sein. Deshalb ist es uns wichtig, dass neben dem Vereinssport auch der unorganisierte Breitensport gefördert wird. Um allen Sportler*innen Zugang zu den bezirklichen Sportanlagen zu ermöglichen, setzen wir uns für ein transparentes Verfahren zur Vergabe von Hallen- und Sportplatzzeiten ein. Der steigende Bedarf an neu gebauten Schulen darf nicht zu Lasten der Sportanlagen gehen, von denen es in unserem stark verdichteten Bezirk ohnehin viel zu wenige gibt.

Für zahlreiche Trend- und Spartensportarten finden sich bereits Möglichkeiten etwa im Volkspark Friedrichshain oder im Gleisdreieckpark. Den Ausbau dieser Angebote werden wir weiter unterstützen. Dabei müssen aber auch die Interessen der Anwohner*innen beachtet werden − eine vorausschauende Planung lässt mögliche Konflikte z. B. wegen Lärm gar nicht erst entstehen. Wir wollen lange und zusammenhängende, abwechslungsreiche Laufstrecken schaffen. Besonders bietet sich dafür das Spreeufer an.

Wir Grüne sind Vorreiter*in bei der Förderung des Mädchen-und Frauensports. Und das soll auch so bleiben. Deshalb werden wir uns weiterhin dafür stark machen, Sportangebote in Gestalt von Schnupperkursen, Selbstverteidigungskursen und gesundheitsfördernde Sportangebote für Frauen und Mädchen auszubauen. Es ist außerdem wichtig, dass mehr Frauen ein Ehrenamt übernehmen und dafür Qualifizierungsmaßnahmen angeboten werden. Auch bei der Ausstattung und dem Bau von Sportanlagen werden wir darauf achten, dass die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen berücksichtigt werden. Wir wünschen uns einen Frauen- und Mädchensportplatz.

Der Sport bietet besondere Chancen zur Integration von Menschen mit Behinderungen. Wir werden im Bezirk einen Gesprächskreis mit Vertreter*innen der Behinderten- und sonstigen Sportvereine ins Leben rufen, um gemeinsam an einer Öffnung aller Sportvereine für Menschen mit besonderen Bedürfnissen zu arbeiten.

Besonders im Teamsport ist Homosexualität noch immer ein Tabu. Dagegen wollen wir mit Aktionen und Kampagnen angehen und Sportvereine unterstützen, offen mit Homosexualität umzugehen. Lesbisch/Schwule/Transgender Sportvereine werden von uns bei ihrem Kampf gegen homophobe Strukturen weiterhin aktiv gefördert. Wir wollen einen Infopool von Beratungs-, Hilfe- und Selbsthilfegruppen schaffen, die Sportler*innen beim Coming-Out, bei Mobbing, Verfolgung oder sonstigen Problemen zur Seite stehen.

Schwimmen lernen für alle

Rund 25 Prozent eines Jahrgangs verlassen die Grundschule als Nichtschwimmer*innen. Um dem entgegenzuwirken, wollen wir den Ausbau der kostenlosen Schwimmangebote für Grundschulkinder vorantreiben. Hierfür muss der Bezirk ein neues Schwimmbadkonzept entwickeln und die Einstellung von Schwimmlehrer*innen muss geprüft werden.