Berufsorientierung von Sekundarschülerinnen und -schülern durch Pilot-Projekte

DS/1179/IV Mündliche Anfrage

Ihre Anfrage beantworte ich wie folgt:

1. Wie viele Schülerinnen und Schüler haben 2013 im Bezirk die Sekundarschule ohne Abschluss verlassen (bitte nach Geschlechtern unterscheiden)?

2013 haben 58 Schülerinnen und 64 Schüler, also insgesamt 122 Jugendliche, die Sekundarschule ohne Abschluss verlassen.

2. Welche Projekte an bezirklichen Sekundarschulen, die im Nachmittagsbereich die Berufsorientierung und -Motivation von Jugendlichen stärken, bewertet das BA als best
practice-Modelle, die fortgeführt bzw. weiterentwickelt werden sollten?

Die Projekte werden schulaufsichtlich nicht erfasst.

3. Welche Qualifikationen haben die Fachkräfte, Animateur*innen oder Trainer*innen, die
diese Angebote umsetzen und mit welchen externen Projekten oder Einrichtungen kooperieren sie (z.B. durch Besuche und Besichtigungen)?

Die Qualifikationen der Fachkräfte sowie die Kooperationen werden schulaufsichtlich nicht erfasst.

Nachfragen:

1. Gibt es Hinweise darauf, dass eine Stärkung innerschulischer (Pilot)Projekte zur Berufsorientierung und -Motivation zugleich auch die Chance eröffnet, interessierte Jugendliche zu gewinnen, die sich für diese Tätigkeit (als Beruf) anschließend weiter qualifizieren möchten?

Die Schulaufsicht konnte die Frage in dieser Form nicht beantworten.
Das Bezirksamt hat mit dem Projekt der jobentdecker hingegen bereits sehr positive Erfahrungen gemacht, u. a. aus den folgenden Gründen:

o keine Maßnahme im Übergangssystem Schule- Ausbildung – Beruf ; direkte Vermittlung
in den 1. Arbeitsmarkt

o wirtschaftsnahe frühzeitige Berufsorientierung

o Hilfe zur Selbsthilfe – betreute Aktionen (7 und 8 Klasse) – gegenseitiges Kennenlernen
– Abbau von Ängsten auf beiden Seiten (Unternehmer- und Schülerschaft) – danach
Angebote selbstständig nutzen

o Ziel ist es die Unternehmen zu unterstützen motivierte Jugendliche zu finden, im Mittelpunkt steht die Persönlichkeit des Jugendliche (nicht sein Zeugnis)

o Jugendliche haben Gelegenheit viele verschiedne Berufe kennenzulernen, Anforderungen sind bekannt, bewusste Entscheidung für den Beruf – Abbrecherquote sinkt

o Die jobentdecker sind ein „lernendes“ System, sie können kurzfristig auf neue Bedürfnisse eingehen

Bei den jobentdeckern handelt sich um kein Projekt an den Schulen. Die jobentdecker sind ein Angebot aus der „Wirtschaft“ für die Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer. Die Schulen sind Kooperationspartner.

2. Ist dem Bezirksamt etwas darüber bekannt, ob der Senat die schulischen Berufsorientierungsangebote stärker fördern wird, auch um die ab 2015 entstehenden Jugendberufsagenturen zu unterstützen?

Der Schulaufsicht liegen derzeit dazu keine Kenntnisse vor, ob die schulischen Berufsorientierungsangebote stärker gefördert werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Peter Beckers

Friedrichshain-Kreuzberg, den 07.05.14
Bündnis 90/Die Grünen
Fragesteller: Dr. Wolfgang Lenk

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