DS/1026/V – Ein Queeres Jugendzentrum für Berlin III – Mögliche Orte prüfen

Antrag

Initiator*innen: B’90/Die Grünen, Pascal Striebel, Annika Gerold

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird beauftragt, unverzüglich zusammen mit dem Träger Lambda Berlin-Brandenburg zu prüfen, ob die zum Jahresende frei werdenden Räume des Jugendhaus Kreuzer im Görlitzer Park für die Einrichtung des ersten Berliner Queeren Jugendzentrums geeignet sind. Sollte der Kreuzer geeignet sein, soll das Bezirksamt weitere Gespräche mit der Senatsverwaltung über die Einrichtung des Jugendzentrums an diesem Standort führen.

Parallel wird das Bezirksamt beauftragt, mit den relevanten Akteur*innen rund um das geplante Elberskirchen-Hirschfeld Haus Kontakt aufzunehmen, um zu prüfen, ob das Queere Jugendzentrum gegebenenfalls noch am angedachten Standort des ehemaligen taz-Gebäudes integriert werden könnte.

Begründung:

Die Gründung eines Berliner Queeren Jugendzentrums ist eine langjährige Forderung der BVV, die sich bereits mit den Beschlüssen DS/0624/IV, DS/0625/IV und DS/0829/V dafür eingesetzt hat, dass ein solches Jugendzentrum gegründet und möglichst im Bezirk angesiedelt werden kann. Nunmehr wurden vom Abgeordnetenhaus endlich die notwendigen Mittel bereitgestellt und mit Lambda ein kompetenter Träger gefunden. Die bisherigen Räume des Trägers in Pankow sind jedoch zu klein, weshalb weiterhin geeignete Räumlichkeiten gefunden werden müssen.

Mit dem Freiwerden des Jugendhaus Kreuzer besteht nun die Chance, dass das queere Jugendzentrum mitten in der Stadt, für Jugendliche in ganz Berlin und Umland gut erreichbar und in einem Bezirk mit vielfältigen queeren Strukturen entstehen kann. Das Bezirksamt soll daher diese Chance nutzen und schnellstmöglich klären, ob der Standort tatsächlich geeignet ist und gegebenenfalls die weiteren notwendigen Schritte ergreifen, um das Jugendzentrum dort anzusiedeln.

Sofern der Kreuzer sich als ungeeignet erweisen sollte, könnte gegebenenfalls das Queere Jugendzentrum noch in die Planungen des Elberskirchen-Hirschfeld-Hauses (E2H) integriert werden, das im ehemaligen taz-Gebäude und ggf. auf dem benachbarten Grundstück entstehen soll. Das Elberskirchen-Hirschfeld-Haus soll als Leuchtturm-Projekt verschiedene queere Kultur- und Bildungsprojekte unter einem Dach versammeln. Es wird von der Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.

Die konkreten Planungen für den Standort beginnen jetzt. Daher soll das Bezirksamt zugleich auch mit den relevanten Akteur*innen dort Kontakt aufnehmen und entsprechende Möglichkeiten ausloten, ob das queere Jugendzentrum auch dort einen Platz finden könnte.

Friedrichshain-Kreuzberg, den 20.11.2018
Bündnis 90/Die Grünen
Antragsteller*innen: Annika Gerold, Pascal Striebel

 

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