DS/2254/III

Mündliche Anfrage

Ich frage das Bezirksamt:

1) In welcher Weise hat das Bezirksamt die Sportvereine des Bezirks über die Maßnahmen zur Bekämpfung von homophoben Tendenzen informiert und über die Kampagne „Berlin liebt- Respekt macht’s möglich“?

2) Inwieweit beteiligt sich die Sportförderung am Aktionsplan des Berliner Senats?

3) Wie viele Finanzmittel, die im Rahmen des Aktionsplans bereitgestellt wurden, sind vom Bezirk abgerufen worden?

1. In welcher Weise hat das Bezirksamt die Sportvereine des Bezirks über die Maßnahmen zur Bekämpfung von homophoben Tendenzen informiert und über die Kampagne „Berlin liebt – Respekt macht´s möglich“?

Die Sportförderung und ich in meiner Funktion als Sportstadtrat stehen in ständigem Kontakt mit den Sportvereinen im Bezirk und erörtern dabei auch Fragen der Förderung der Toleranz und Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensweisen und zwar auch und gerade im Sport.

Mir ist dies auch ein persönliches Anliegen, ohne dass es dafür eines Landesprogramms bedürfte. Auch die Sportförderung ist für diese Fragen besonders sensibilisiert. So nimmt die für den Frauen- und Mädchensport zuständige Mitarbeiterin an einer Fortbildung teil, in der berlinweit 20 „Diversity- ProjektkoordinatorInnen“ ausgebildet werden.

Diese Ausbildung umfasst auch Module zum Thema Homophobie, Dimension Geschlecht und Dimension Sexuelle Identität. Es werden Netzwerke geschaffen und zukünftige Veranstaltungen zum Thema Homophobie geplant. Die Sportförderung wird bei den Respect Gaymes vertreten sein und auch mit dem Verein Seitenwechsel aktiv am Christopher Street Day am 25.06.2011 teilnehmen.

Die Internetseite der Sportförderung informiert regelmäßig über anstehende Veranstaltungen zum Thema Homophobie. Aktuell enthält die Seite die Information zum Empfang „Vielfalt im Frauenfußball – gegen Homophobie“ der Wirtschafts-weiber e.V. L-Soccer Team Berlin am 26.06.2011 (weitere Information siehe: ? www.berlin.de/ba-friedrichshain-kreuzberg/verwaltung/org/sport)

Einmal im Monat trifft sich unter der Leitung der Sportförderung der Arbeitskreis zur Förderung des Mädchen– und Frauensports, in dem auch über das Thema Homophobie diskutiert wird. Der nächste Arbeitskreis wird sich unter anderem mit dem Zwischenbericht zum Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Homophobie – Initiative „Berlin tritt ein für Selbstbestimmung und Akzeptanz sexueller Vielfalt“ (Berliner Senatsbeschluss vom 22.02.2011) befassen.

2. Inwieweit beteiligt sich die Sportförderung am Aktionsplan des Berliner Senats?

Die Sportförderung hat an der Auftaktveranstaltung der Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales „Start der Berlin Kampagne zur Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt am 2. März 2011 im Roten Rathaus teilgenommen und entsprechendes Informationsmaterial mitgebracht, welches auf den Sportanlagen zur Einsicht ausgelegt wurde.

Die Kampagne „Berlin liebt! Respekt macht’s möglich“ wird zukünftig auf der Internetseite der Sportförderung vorgestellt und damit ein deutliches Zeichen für eine Kultur der Wertschätzung von Vielfalt in Berlin vermittelt. Poster zu diesem Thema wurden im Bereich der Sportförderung aufgehangen. Weiteres Infomaterial wurde bereits angefordert und soll bei der diesjährigen Sportlerehrung an die Vereine verteilt werden.

3. Wie viele Finanzmittel, die im Rahmen des Aktionsplans bereitgestellt wurden, sind vom Bezirk abgerufen worden ?

Ich verweise auf die Beantwortung der Anfrage zur DS 2251/III zu Ziffer 4) durch den Bezirksbürgermeister.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Stöß

Bezirksstadtrat

Fragestellerin: Jutta Schmidt-Stanojevic

Bündnis 90/Die Grünen

Friedrichshain-Kreuzberg, den 25.05.11