BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN BERLIN
Kreisverband Friedrichshain-Kreuzberg
PRESSEMITTEILUNG vom 16.03.2026
Nachdem Clara Herrmann bekannt gegeben hat, nicht erneut als Bürgermeisterin zu kandidieren, stellt der Geschäftsführende Ausschuss nun die Weichen neu. Mit Thomas Weigelt bewirbt sich ein erfahrener Jurist am 21.03. zur Wahl des Bürgermeisterkandidaten in Friedrichshain-Kreuzberg.
Neue Impulse setzen, um Zukunft zu gestalten
Thomas Weigelt ist 39 Jahre alt und promovierte im Bereich des Stadtentwicklungs- und Bauplanungsrechts. Bereits vor seiner Tätigkeit als Richter engagierte er sich bei Bündnis 90/Die Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg. Angefangen hat er als Bürgerdeputierter für den Stadtentwicklungsausschuss und war von 2016 – 2020 Bezirksverordneter sowie stellvertretender Vorsitzender des Stadtentwicklungsausschusses. Im Jahr 2020 wurde Weigelt zum Richter ernannt und ist heute beim Verwaltungsgericht Berlin tätig. Zudem arbeitete er drei Jahre in der Senatsverwaltung für Justiz, Verbraucherschutz und Antidiskriminierung. Dadurch bringt er in mehrfacher Hinsicht Erfahrung mit Verwaltungsstrukturen mit und weiß sowohl aus rechtlicher als auch aus praktischer Perspektive, wie Verwaltung funktioniert und funktionieren muss.
Im Anhang finden Sie ein Pressefoto von Thomas Weigelt: Urheberrecht: privat
Thomas Weigelt freut sich nun darauf, wieder aktiv in das politische Geschehen des Bezirks eingreifen zu können:
„Ich möchte Verantwortung übernehmen und Bezirksbürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg werden. Dieser Bezirk ist einzigartig. Er ist grün, progressiv und solidarisch. Genau diese Haltung will ich gemeinsam mit den Menschen hier weiter stärken. Mich begeistert seit jeher das große Engagement im Bezirk. Viele Menschen setzen sich ein. Nicht für den eigenen Vorteil, sondern für das Gemeinwohl. Das motiviert. Friedrichshain-Kreuzberg lebt davon, dass sich Menschen einmischen. Deshalb ist klar: Wir gestalten den Bezirk gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Sie wissen am besten, was ihr Kiez braucht. Mir liegt besonders am Herzen, wie sich unsere Stadt weiterentwickelt. Wir wollen einen Bezirk, der der Klimakrise entschlossen begegnet. Mit mehr Bäumen. Mit entsiegelten Flächen. Mit ruhigen, lebenswerten Kiezen. Gleichzeitig müssen wir Freiräume und unsere vielfältige Kulturlandschaft schützen. Sie machen Friedrichshain-Kreuzberg aus.
Klar ist auch: Unser Bezirk braucht keine Bürohochhäuser. Wir müssen Mieterinnen und Mieter schützen und bezahlbaren Wohnraum sichern. Friedrichshain-Kreuzberg soll ein Zuhause bleiben. Für alle Menschen, unabhängig von Herkunft oder Geldbeutel. Und eines bleibt unverrückbar: Dieser Bezirk ist und bleibt bunt, vielfältig und antifaschistisch. Unsere Demokratie ist der Anker. Gemeinsam werden wir dafür kämpfen, dass Friedrichshain-Kreuzberg lebenswert, offen und solidarisch bleibt.“
Progressive & solidarische Lösungen und Zusammenhalt fördern
Drei Schwerpunkte stehen dabei im Fokus:
- Mieterschutz hat oberste Priorität: Weigelt will, dass der Bezirk alle seine Instrumente nutzt, um Mieter*innen vor Verdrängung zu schützen, bezahlbaren Wohnraum zu sichern und konsequent gegen Zweckentfremdung, Verstöße gegen die Mietpreisbremse und Mietwucher vorgeht. Wohnungsneubau muss sozial, ökologisch und bezahlbar erfolgen, neue Bürohochhäuser und die Verdrängung von Kiezgewerbe sind dabei nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems.
- Klimaschutz heißt Lebensqualität: Für uns Grüne ist Klimaschutz Chefsache und damit ein zentraler Auftrag für Thomas Weigelts Kandidatur. Gemeinsam mit Annika Gerold, die den Bezirk in den vergangenen fünf Jahren im Straßen- und Grünflächenamt mit großem Engagement maßgeblich geprägt und den Ausbau sicherer Radwege entscheidend vorangebracht hat, wird er den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen. Dazu gehören mehr Bäume, die Entsiegelung von Flächen sowie Verkehrsberuhigung und noch mehr Fahrradwege.Ihm liegt dabei vor allem die Verkehrssicherheit am Herzen: Eine konsequente Verkehrswende schützt die Schwächsten im Straßenverkehr; Kinder auf ihrem Schulweg und ältere Menschen. Sichere Rad- und Fußwege, übersichtliche Kreuzungen und weniger Durchgangsverkehr sorgen dafür, dass sich alle Menschen im öffentlichen Raum sicher bewegen können. Klar ist für uns auch: Der Weiterbau der A100 passt nicht zu diesem Ziel.
- Kultur, soziale Infrastruktur und Vielfalt machen unseren Bezirk so lebenswert: Friedrichshain-Kreuzberg ist seit Jahrzehnten ein Ort der Offenheit und Solidarität. In Zeiten eines spürbaren Rechtsrucks und wachsender sozialer Unsicherheit brauchen gerade marginalisierte Menschen und Menschen mit Diskriminierungserfahrungen Orte, an denen sie sich sicher und willkommen fühlen. Vom Bergmannkiez über die Oranienstraße bis zum Boxhagener Platz prägen lebendige Kultur, vielfältige Initiativen und eine starke Zivilgesellschaft unseren Bezirk. Als Fundament für eine stabile Demokratie will Weigelt diese Freiräume schützen und die bunte Kulturlandschaft stärken. Hier finden Menschen Schutz vor Ausgrenzung und Raum für Engagement, unabhängig von Herkunft, Einkommen, sexueller Orientierung oder Lebensentwurf. Wer an diesem sozialen und kulturellen Fundament kürzt und stattdessen Zäune baut, verschärft die Probleme. Mit uns wird Friedrichshain-Kreuzberg auch künftig ein offener, solidarischer und mutiger Bezirk bleiben.
Ein neues Kapitel für den Bezirk
Der Geschäftsführende Ausschuss erklärt zur Kandidatur von Thomas Weigelt:
„Wir freuen uns, dass wir Thomas Weigelt zurück in die Politik holen konnten. Er steht wie kein anderer für eine grüne Stadtentwicklung und ein funktionierendes demokratisches Politik-System. Sein Ziel ist ein Bezirk, der ein aktives Bollwerk gegen Rechts bleibt und der Klimakrise trotzt. Er wird sich verlässlich für die Belange der Menschen in Friedrichshain-Kreuzberg einsetzen, ihre Interessen gegenüber dem Senat mit Nachdruck vertreten und dafür Sorge tragen, dass der Bezirk weiterhin offen, solidarisch und lebenswert bleibt.“
Abschließend würdigt der geschäftsführende Ausschuss die aktuelle Bürgermeisterin: „Wir danken Clara Herrmann für ihren unermüdlichen Einsatz in den vergangenen 20 Jahren, in denen sie erst als Abgeordnete, dann als Stadträtin und nun als Bezirksbürgermeisterin, unzählige Projekte vorangetrieben und den Bezirk maßgeblich geprägt hat. Clara Herrmann hat sich in der Zeit ihres politischen Wirkens stets Friedrichshain-Kreuzberg politisch und persönlich verpflichtet gefühlt. Dafür gilt ihr unsere größtmögliche Anerkennung. Clara Herrmann hat dem Aktionismus und der Symbolpolitik des Wegner-Senats die Stirn geboten. Während der CDU-Senat statt dem angekündigten Miteinander gezielt und aktiv gegen den grünen Bezirk agiert hat, standen für sie die Interessen der Menschen im Bezirk immer an erster Stelle. Clara wird uns weiterhin aktiv zur Seite stehen und wir wissen, dass wir mit ihr bis zur Wahl eine Bürgermeisterin haben werden, die alles für diesen Bezirk gibt und unsere volle Unterstützung hat.“