Ausbildungsförderprojekte von freien Trägern im Bezirk

DS/0750/IV

Antrag

Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird beauftragt, einen Bericht über die aktuellen Angebote der Ausbildungsförderung durch freie Träger im Bezirk zu erstellen. Neben einer Synopse der zurzeit

– laufenden Projekte,
– ihrer Berufsfelder,
– ihrer Kooperationspartner in der Wirtschaft,
– ihrer ausbildungsvorbereitenden Angebote und
– der Förderprogramme, aus denen sie sich jeweils finanzieren sollen die folgenden Aspekte des Sachstands dargestellt werden:

– Welches Konzept mit welchen Schwerpunkten und mit welchem Mitteleinsatz verfolgen Arbeitsagentur/JobCenter bei der Ausbildungsförderung?
– In welchen Berufsfeldern wurden Ausbildungsförderangebote in den letzten 3 Jahren beendet?
– Welche Berufsfelder sind im gleichen Zeitraum hinzu gekommen?
– Welche Analyse der Nachfrage auf den zukünftigen Arbeitsmärkten liegt diesen Veränderungen zu Grunde?
– Konnte die Ausbildungsabbruchsquote in den letzten 3 Jahren gesenkt werden?
– Werden die Projekte zur Ausbildungsförderung evaluiert und wenn ja: wie und
durch wen?
– Gibt es unter den Angeboten der freien Träger im Bezirk Ausbildungsförderprojekte mit überdurchschnittlich hoher Erfolgs – d.h. Vermittlungsquote, so dass sie als best-practice-Modelle gelten können?

Begründung:

Eine relativ große Gruppe von Jugendlichen hat keine abgeschlossene Berufsausbildung und bleibt – mit unterschiedlicher Dauer – überdurchschnittlich lange im sog. Übergangssystem hängen. Berlin ist bundesweit Spitzenreiter bei Ausbildungsabbrüchen und unser Bezirk macht da keine Ausnahme. Es müssen weiterhin kreative Pfade entwickelt und begangen werden, die diesen Zustand ändern, denn er mündet oft in Berufsbiografien mit verfestigter Prekarität.

Friedrichshain-Kreuzberg, den 04.06.2013
Bündnis 90/Die Grünen
Antragsteller*in: Dr. Wolfgang Lenk