Mehr Fairplay mit Fairtrade – auch beim Sport

Fraktionssprecherin Annika Gerold und Tobias Wolf, Vorsitzender im Haushaltsausschuss spielen fair

In der BVV-Sitzung am 29. Januar 2020 wird unsere BVV-Fraktion u.a. einen Antrag für faire Sportkleidung einbringen.

Seit 2018 ist Friedrichhain-Kreuzberg “Fair Trade Town”. Damit gehört Friedrichshain-Kreuzberg zu den Gemeinden und Bezirken in Deutschland, die sich bemühen, in möglichst vielen Bereichen den Kriterien des Fairen Handels zu entsprechen.

Wir wollen, dass nicht nur die Öffentliche Hand ihre Wirtschafts- und Vergabepolitik nach fairen Kriterien ausrichtet sondern wünschen uns, dass die Zivilgesellschaft auf möglichst breiter Basis dabei mitzieht. In vielen Bereichen tut sie das schon. So auch im Sport. Das wollen wir fördern. Im Landeshaushalt sind Mittel eingestellt, die für die Förderung der Beschaffung fairer Produkte vorgesehen sind. So können z.B. einfacher und günstiger fair produzierte Bälle und fair produzierte Sportkleidung von Vereinen, Schulen und anderen angeschafft werden.

Wir wollen, dass unser Fairtrade-Bezirk gezielt darüber informiert, dass diese Möglichkeit besteht, wie man die Förderung beantragt und sich somit möglichst viele Vereine, Schulen u.a. für Sportkleidung und andere Sportartikel entscheiden, die den Menschenrechten, Arbeitsrechten und ökologischen Produktionsbedingungen entsprechen.

Die Konsequenzen, die sich aus der Produktion konventioneller Kleidung ergeben, wie sie billig für Handelsketten in Schwellen- und Entwicklungsländern hergestellt werden, sind fatal.
Sie reichen von massiven Umweltschäden über unhaltbare Arbeitsbedingungen bis hin zu schweren Verletzungen der internationalen Menschenrechte mit Todesfolge.

Das Bezirksamt hat dazu schon einiges vorgelegt, jetzt wollen wir nachlegen.

Dazu Antragstellerin Jutta Schmidt-Stanojevic, stellvertretende Vorsitzende im Sportausschuss:

„Mit unserem Antrag wollen wir, dass dieses Problem auch im Sport noch stärker in den Fokus rückt. Die Verantwortlichen in den Vereinen sollen sich positiv angesprochen fühlen und sich bewusst machen, dass es gar nicht so schwer ist, ein Zeichen zu setzen und mit der Anschaffung fair produzierter Sportartikel zu helfen, die Welt auch von Friedrichshain-Kreuzberg aus ein Stück weit besser zu machen.“