Aufstellung der grünen Direktkandidat*innen für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus

Ein weiterer Meilenstein im Superwahljahr 2021 ist erreicht. In einer Wahl-Mitgliederversammlung am 13. März 2021 hat der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg seine sechs Direktkandidat*innen zur Abgeordnetenhauswahl aufgestellt, mit denen er alle sechs Direktmandate in Friedrichshain-Kreuzberg gewinnen möchte. Die sechs Kandidat*innen stehen für mutige Ideen und progressive Ansätze, mit denen der Kreisverband weiterhin die Landespolitik mitgestalten möchte. Unsere Kandidat*innen haben vielfältige Biografien, sind hier verwurzelt und zuhause und setzen sich leidenschaftlich für alle Menschen in unserem Bezirk ein.



Katrin Schmidberger, seit 2011 Mitglied des Abgeordnetenhauses und Sprecherin für Wohnen und Mieten sowie Tourismus
, die wie auch 2016 im Wahlkreis 1 antritt, den sie direkt gewonnen hat, verdeutlicht: „Der Mietendeckel ist der Beweis, dass wir es ernst meinen mit der Neuausrichtung der Wohnungspolitik hin zu einem gemeinwohlorientierten Wohnungsmarkt, doch das war erst der Auftakt. Mit der Stärkung des Vorkaufsrechts und der Genossenschaftsförderung, einem Bündnis mit allen gemeinwohlorientierten Akteur*innen, einem Vergesellschaftungsgesetz sowie der Weiterentwicklung des Mietendeckels durch ein Mietkataster werde ich weiterhin gegen den Ausverkauf und für den sozialen Zusammenhalt Berlins kämpfen.“

Marianne Burkert-Eulitz, wurde wieder als Direktkandidatin im Wahlkreis 2 aufgestellt. Sie ist seit 2011 MdA und Sprecherin für Kinder, Jugend und Familie. Sie sagt: „Gemeinsam mit Initiativen vor Ort, wie dem “Autofreien Wrangelkiez”, unterstütze ich neue Wege hin zu einem grünen, lebenswerten und solidarischen Berlin – denn diese Impulse gilt es aufzunehmen und weiterzuentwickeln.“ Burkert-Eulitz will sich zudem weiterhin für Familien einsetzen: „Weil Kinder starke Familien brauchen, kämpfe ich, u.a. mit dem neuen Familienfördergesetz, für zuverlässige Unterstützungs- und Infrastrukturen für Familien – denn sie sind das Fundament unserer Berliner Zukunft.“

Dr. Turgut Altug, Sprecher für Naturschutz, Verbraucherschutz sowie Umwelt- und Naturbildung und Träger des Integrationspreises der Bundesregierung, Direktkandidat im Wahlkreis 3, ist bereits seit 2011 direkt gewähltes Mitglied des Abgeordnetenhauses. Seine Ziele: „Ich werde mich für eine Ernährungswende in Berlin weiterhin stark machen – für mehr bio, regionale und vegan-vegetarische Lebensmittel auf mehr Tellern in Berlin. Darüber hinaus werde ich auch künftig dafür streiten, dass wir Berlins Infrastruktur nachhaltig umbauen – ich will Parkplätze und versiegelte Flächen entsiegeln und umwidmen und mehr Platz für das Stadtgrün und die Stadtnatur schaffen.“

Monika Herrmann ist seit 2013 Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg und wurde für den Wahlkreis 4 aufgestellt. Ihre Vorhaben für die Zeit im Abgeordnetenhaus: „Ziel meiner Arbeit wird sein, dass so wenig motorisierter Verkehr durch Berlin fährt, wie möglich. Radfahrende und Gehwegbenutzende müssen bei dem Umbau der Stadt oberste Priorität haben. Die Kieze in ganz Berlin sollen Orte werden, wo sich die Bewohner*innen gerne aufhalten, der öffentliche Raum muss also konsequent neu aufgeteilt werden.“

Vasili Franco, der erstmalig als Direktkandidat im Wahlkreis 5 nominiert wurde, sagt: „Ich möchte aus dem Friedrichshainer Nordkiez heraus eine starke Stimme für alle Einwohner*innen sein. Als grüner Innenpolitiker möchte ich in der kommenden Abgeordnetenhausfraktion für den Schutz der Bürger*innenrechte und für eine lebendige Demokratie eintreten. Es braucht den Druck der Zivilgesellschaft, ob von Fridays for Future oder Deutsche Wohnen & Co enteignen, um Berlin nachhaltig zu verändern. Das gilt gerade für Grüne in Regierungsverantwortung.”

Für Julian Schwarze, Fraktionssprecher der Grünen Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung, der erstmals als Direktkandidat im Wahlkreis 6 antritt, gehört die Verhinderung der Verdrängung z.B. aufgrund steigender Mieten zu seinen Kernanliegen: “Um der Verdrängung von Kleingewerbe, Kitas oder Kultur aus den Kiezen etwas entgegenzusetzen, müssen wir neue Wege gehen und ausloten, wie eine Deckelung der Gewerbemieten durch das Land möglich ist.“ Zudem macht er sich stark für eine bessere Lenkung des Tourismus in unseren Kiezen: „Wir brauchen einen Hotelentwicklungsplan, der neue Hotelstandorte berlinweit auf den Prüfstand stellt und Ballungen verhindert. Wir müssen die Zeit jetzt nutzen, um die Tourismuspolitik neu aufzustellen und kiezgerecht auszurichten.”

Hintergrund: Canan Bayram, die 2016 das Direktmandat im damaligen Wahlkreis 5 gewann, kandidiert 2021 zum zweiten Mal nach 2017 als Direktkandidatin für den Bundestag. Bei der Wahl 2016 hatte der Bezirk fünf Wahlkreise, von denen Bündnis 90/Die Grünen vier direkt gewann. Zur diesjährigen Wahl hat Friedrichshain-Kreuzberg aufgrund der Bevölkerungsentwicklung einen Wahlkreis mehr.

Die Kandidat*innen im Überblick:
Auf unserer Webseite findet ihr hier die Bewerbungen aller Kandidat*innen.

Die Aufstellungsveranstaltung fand unter Beachtung strenger Hygieneauflagen und der Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes in der Skatehalle Berlin statt. FFP-2-Masken wurden für alle Teilnehmenden kostenlos zur Verfügung gestellt. Parallel dazu wurde die Veranstaltung live gestreamt.

Wir wünschen allen Kandidat*innen maximalen Erfolg!