Unterm Pflaster liegt der Strand! – Aktion zum PARK(ing) Day

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Datum/Zeit
15.09.17
14:00 - 17:00

Veranstaltungsort
Boxhagener Straße


Liebe Freund*innen,

am 15. September wollen wir Parkplätze in einen temporären öffentlichen Park verwandeln.

Wir treffen uns dafür in der Boxhagener Straße in Friedrichshain. Haltet einfach nach einem begrünten Parkplatz Ausschau 😉

Worum geht es?

Es geht um eine Rückeroberung des öffentlichen Raums für menschen- statt autogerechte Nutzungen. Die Stadt und der knappe Raum sollen anders als bisher genutzt werden und damit lebenswertere Städte geschaffen werden.
An diesem einen Tag zeigen wir die Vorteile einer anderen öffentlichen Raumnutzung in der Praxis und machen Lust auf dauerhafte Veränderungen. Unser Ziel sind weniger Auto-Parkplätze und mehr Platz für Menschen, Bänke, Fahrradbügel, Grünflächen, Pflanzen, Bäume und auch Cafés, die allesamt oft mit dem knappen Raum auf den Gehwegen konkurrieren. Daher wollen wir den Raum gerechter umverteilen und für Autos nur noch so viel Raum bereitstellen, wie er ihrem Anteil an der Verkehrsleistung entspricht. In unserem Bezirk werden nicht einmal ein Fünftel aller Wege mit dem Auto zurück gelegt. Das Fahrrad hat längst die Rolle des meistgenutzten Verkehrsmittels neben zu Fuß gehen und Bus und Bahn eingenommen. Diese positive Entwicklung wollen wir weiter stärken und setzen uns daher für die dauerhafte Umwandlung von Parkplätzen für menschengerechtere Nutzungen ein.
Den Anfang machen wir in der Bergmannstraße, wo ab Oktober ein paar Parkplätze durch sog. Parklets ersetzt werden. Dort wird Platz für Fahrräder, Grünflächen und Bänke sein. So erobern wir uns Schritt für Schritt den öffentlichen Raum zurück.
Teil der Rückeroberung des öffentlichen Raums ist auch die Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung. In der BVV haben wir beschlossen, dass im ganzen Bezirk flächendeckend Parken für Autos kostenpflichtig werden soll. Damit machen wir einerseits deutlich, dass der öffentliche Raum zu wertvoll ist für kostenloses Abstellen von Blechkisten, die durchschnittlich 23 h am Tag unbewegt herumstehen. Andererseits bekommen wir damit auch ausreichend Personal, die die Einhaltung der geltenden Parkregeln sicherstellen. Damit werden Radstreifen vorm Zuparken geschützt, Zweite-Reihe-Parker werden deutlich weniger und Gehwegübergänge werden nicht länger von Falschparkern blockiert. Gleichzeitig finden Anwohner*innen, die auf ein Auto angewiesen sind schneller einen Parkplatz, für den sie mit Anwohner*innenparkausweis pro Jahr nur 10 Euro zahlen müssen. Der lästige Parksuchverkehr wird reduziert, unnötige Wege entfallen, weniger Abgase sorgen für eine bessere Luftqualität und weniger Lärm. Die positiven Rückmeldungen aus Friedrichshain, wo bereits seit einigen Jahren erfolgreich Parkraum bewirtschaftet wird, bestätigen diese positiven Effekte.
Von der Bundesebene fordern wir weniger bürokratische Hürden für die Einführung von Parkraumbewirtschaftung. Bislang muss in aufwändigen Gutachten die Notwendigkeit der Parkraumbewirtschaftung nachgewiesen werden. Dass der öffentliche Raum zu wertvoll ist, für’s Zuparken, sollte selbstverständlich sein und nicht teuer und aufwändig nachgewiesen werden müssen. Auch die Umwandlung von Parkplätzen in andere Nutzungen sollte unbürokratischer als bisher möglich sein. Entsprechende Änderungen in der Straßenverkehrsordnung sollten vorgenommen werden.
Am Parking Day beteiligen sich viele verschiedene Gruppen. Mehr Infos zum Parking Day in Berlin findet ihr hier: http://www.parking-day-berlin.de/

 

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Den ganzen Kalender im ICS Format findest du hier